Schon seit jeher war es in allen Kulturen üblich, dass Frauen zusammenkamen, um eine Frau in der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett zu begleiten und ihr die nötige Unterstützung und Fürsorge, gerade in einer für sie doch so sensiblen Zeit im Übergang zum Mutter-Sein, zu geben.
In urbanen Gegenden wurde bereits in den 1960er-Jahren die Geburt vom häuslichen Umfeld in Kliniken verlegt. Dies hatte zur Folge, dass der natürliche Vorgang der Geburt zunehmend technisiert wurde und so einem immer größer werdenden Kontrollcharakter unterlag.
Die amerikanischen Wissenschaftler Professor John Kennell und Professor Klaus Marshall befassten sich in den 1970er-Jahren mit dem Thema „Doula“.
Sie fanden heraus, dass die Gebärenden durch die ständige fürsorgliche Anwesenheit einer Person viel weniger Schmerzmittel benötigten und sich auch die Geburtsdauer drastisch verkürzte.
Zudem sank das Risiko einer Kaiserschnittentbindung und Interventionen aller Art.
Durch ihre Studien ließen die Professoren Kennell und Marshall die altbewährte Tradition, Frauen zu begleiten, unter dem Begriff „ Doula“ neu aufleben.
Eine Doula verfügt über keinerlei medizinische Kenntnisse und ersetzt keine Hebamme.
Sie bestärkt die Frau im Vertrauen in ihrer eigenen weiblichen Kraft und Gebärfähigkeit. Sie schirmt sie von dem hektischen Klinikalltag ab.
Hintergrund zu meinem Paket 3 - "Wochenbett-Doula"
Früher war es den Frauen möglich, nach ihrer Entbindung, sich im Wochenbett zu schonen. Durch die Versorgung der Großfamilie konnte die junge Mutter sich ausschließlich dem Neugeborenen und sich selbst widmen.
Durch die heutigen familiären Situationen sind die Frauen häufig auf sich allein gestellt. Unmittelbar nach der Geburt, sind sie gezwungen, ihren Alltag wieder aufzunehmen. Dadurch kommt es schnell zu einer Überforderung und dem Gefühl der Einsamkeit.
In den Niederlanden profitieren bereits viele Frauen von den Vorzügen einer Nachsorge-Doula („Kraamverzorgende“).
Die Nachsorge-Doula kommt zu den Frauen nach Hause und übernimmt die häuslichen Pflichten, damit die junge Mutter Zeit für ihre Bedürfnisse und die des Babys hat.
Auf diese Weise wird das Risiko, an einer postnatalen Depression zu erkranken gemindert.
Quelle: Ina May Gaskin; die Selbstbestimmte Geburt